Jungjägerkurs´17: Quadratisch – Praktisch – Gut.

Ihr habt es geschafft! Die Jägervereinigung gratuliert allen frisch gebackenen Jungjägern zum bestehen der diesjähringen Jägerprüfung.
Tanja Weber hat einen tollen Bericht über den Jagdkurs verfasst, den Ihr hier lesen könnt:

14 Teilnehmer und 10 Teilnehmerinnen starten gemeinsam das Abenteuer Jungjäger-Ausbildung!

Jagdkurs 2017 erfolgreich abgeschlossen!

13.12.2015


4. September. Das gemeinsame Abenteuer beginnt. Der Unterricht wird durch die Jagdbläser angeblasen. Eine herzliche Begrüßung und Einstimmung auf das, was vor uns liegt. Denn die Überschrift des Artikels ist sorgsam gewählt! Wie auch schon Herr Ritter die 100 gr Schokolade in ein kompakt-handliches Format brachte, so hat das auch Peter Kopp und sein Schulungsteam hinbekommen. Die „Kompaktwoche“ zum Start fordert unsere gesamte Konzentration. Täglich, von 8:00 bis 20:00 Uhr. Wieder „ins Lernen“ kommen. Die Schulbank drücken. Mitschreiben. Aufmerksam bis ungeduldig lauschen. Und Fragen stellen. Viele Fragen.
Von Feder- bis Haarwild, Jagdliche Praxis, Wildbrethygiene und Recht – die Ausbilder führen uns von theoretischen Inhalten zu sehr praxisnahen Beispielen durch ihr jeweiliges Revier. Gewürzt mit den eigenen Erfahrungen und Erlebnissen. Das bleibt haften. Bildlicher Unterricht, das Kino im Kopf. Lernen durch Begreifen und Handhabbarkeit. Und das in rund XXX meist kurzweiligen Stunden. Die Praxis, die im Kurs vermittelt wird, macht den Unterschied zum klassischen Lernen. Und wirklich jedes Fach findet seine Beispiele. So bauen wir in Nußdorf die Kanzel 17 und erlaufen, welche Einrichtungen in ein gutes Revier gehören. Lernen von Steffen Frank vor Ort alle Bäume und Sträucher mit Vornamen kennen und wissen jetzt auch, was ein Überhälter ist. Albrecht Schad weiht uns in die Geheimnisse der Boviden und Cerviden ein und lässt uns einen Blick auf seine imposante Horn- und Geweihsammlung werfen. Sandra Kopp unterrichtet das Fach „Jagdhunde“ und organisiert, gemeinsam mit Dirk Deininger die große Jagdhunde-Show, damit wir die Vierbeiner im echten Leben sehen und uns mit den Hundeführern austauschen können. Doc. Stegmanns verdeutlicht die Wichtigkeit der Wildbrethygiene - Brucellose und Leberegel sind nun wie gute Bekannte und auch die Bestimmung der inneren Organe hat seinen Schrecken verloren. Klaus Lachenmaier nimmt uns mit auf den Weg, um Federwild ganz lebendig und nah durchs Spektiv als auch gefüllt mit Holzwolle im Naturkundemuseum unterscheiden zu lernen. Der Kurs macht Spaß. Auch bei strömendem Regen fehlt niemand zur Revierarbeit!
Zwei weitere Themengebiete sind noch zu nennen. Das eine: Jagdrecht. Das JWMG. Ein dickes Buch und noch ausführlicheres Skript. Und ein engagierter Martin Sorg, der mit Humor, Geduld und rund 2.000 Worten in 10 Minuten die Inhalte hinter den Paragraphen in unsere Köpfe beamt. Das zweite Fach: Waffenkunde und das Schießen. Das Highlight, denn was ist ein Jäger, der darauf nicht ausgebildet ist! Hier glänzen dann die Augen der Teilnehmer, Herzklopfen (auch bei den Ausbildern). Lang- und Kurzwaffen, die Munition. Das erste Mal schießen! Und die Herausforderung der Ausbilder – Peter und Sandra Kopp, Philipp Zurr und Julian Weber – alle 24 Jungjäger in Ausbildung sicher durch dieses Prüfungsfach zu geleiten. Da werden Nerven angekratzt und auch der Ton mal etwas kräftiger. Doch dient es nur dem Einen: Alle sicher und wohlbehalten zum Kurs-Abschluss und dem Jagdschein zu begleiten! Und das ist dem Team gut – sehr gut - gelungen! Die Schießprüfung, Waffenhandhabung und auch die schriftliche Prüfung hat der Kurs bis heute großartig gemeistert. Dafür sei dem ganzen Team ein herzliches Dankeschön gesagt. Für eure Zeit, Mühe und Geduld der vergangenen 8 Wochen, und auch eurem Engagement, mit uns jetzt die Extrameile zu gehen: Die Vorbereitung zur mündlich-praktischen Prüfung, die Simulation, steht vor der Tür!
Am 25. November wird dann alles geschafft sein. Wir Teilnehmer halten unseren Jagdschein in der Hand und werden zufrieden einen lustigen Abschlussabend feiern. Ich freue mich schon darauf!

Tanja Weber

Erstellt am 13.12.2015
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