„Wollen Jäger Tierschutz oder Trophäen?“

Unter der Fragestellung „Wollen Jäger Tierschutz oder Trophäen?“ war Prof. Dr. Georg Urban, ehemaliger Kreisjägermeister der Jägervereinigung Stuttgart, am 11. Februar 2018 zu Gast im Gottesdienst in der Gustav Werner Kirche in Feuerbach.

Ein besonderer Gottesdienst in Feuerbach

Erstellt am 28.01.2018

In diesem besonderen Gottesdienst war alles auf Natur und Jagd ausgerichtet. Begrüßt wurde die Gemeinde von den Jagdhornbläsern des Jagdhornbläsercorps, gesprochen wurde Psalm 42, „Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele Gott zu dir“ und die Lesung stammte aus dem 1. Buch Mose, in dem von den Zwillingen Esau und Jakob erzählt wird, die in ihrem Wesen grundverschieden sind.  Jakob ist der Ruhige, Esau jedoch wird Jäger und auch Isaak, sein Vater, genoss schon in biblischen Zeiten das gute Wildbret.

Die Predigt ersetzte ein lebendiges Interview. Nachdem der erste Wolf in Stuttgart gesichtet wurde und Wildschweine auf Stuttgarter Friedhöfen wühlen, freute sich Pfarrerin Gerda Müller auf einen Gast, der kompetent, klar und souverän alle Fragen beantwortet hat, auch jene, die möglicherweise einen provokanten Unterton hatten. Dr. Urban nahm Stellung zu jagdethischen Grundfragen und berichtete, wie er selbst zum Jagen kam, welche Pflichten und Aufgaben der Jäger hat oder wozu die Organisation in einer Jägervereinigung dient. Auch erklärte Prof. Dr. Urban, was einen GUTEN Jäger ausmacht, dass dieser nämlich mehr hegt als die eigentliche Jagd ausübt und die in nichtjagenden Kreisen häufig umstrittene Trophäe am Ende als Belohnung einer langen und wertvollen Arbeit anzusehen ist.

Das Interview zwischen der Pfarrerin und dem erfahrenen Jäger machte den Gottesdienst lebendig. Es machte Freude, zuzuhören und es bestärkte wieder einmal darin, wie wichtig es ist, jagdliche Fragen in der Bevölkerung aufzuklären.  Eine eventuell jagdkritische Haltung relativiert sich nur dann, wenn wir alle Fragen, auch die Kritischen, sachlich, klar und fundiert beantworten.

Vielen Dank an Dr. Urban, der die Jägerschaft im christlichen Rahmen auf so positive Weise vertreten hat, sowie an unseren Bläserobmann Michael Hofmann mit dem Jagdhornbläsercorps für die musikalische Unterstützung.

Julia Schäffer

Erstellt am 28.01.2018
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